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Wachstumshormonmangel bei Kindern



Krankheitsbild

   
Wachstumshormonmangel im Kindesalter ist eine seltene Erkrankung, sie tritt mit einer Häufigkeit von 60 zu 1 Mio. Einwohner auf. Die Ausschüttung von Wachstumshormon kann dabei in unterschiedlichem Masse beeinträchtigt sein. Die Ursachen hierfür sind angeboren oder erworben.

Ein erworbener Wachstumshormonmangel entsteht oft aufgrund eines Hirntumors oder seiner Behandlung (Bestrahlung, Chemotherapie), aber auch bei der Behandlung der Leukämie, aufgrund von Infektionen oder Verletzungen im Hirnbereich. Bei den meisten Kindern sind die Ursachen für den Wachstumshormonmangel allerdings nicht bekannt.

Kinder mit Wachstumshormonmangel haben oft eine sogenannte 'Stammfettsucht', d.h. im Vergleich zu Armen und Beinen ist der Rumpf eher rundlich, ein 'Puppengesicht', kleine Hände und Füsse sowie eine hohe Stimme.

Die Diagnose wird anhand von Untersuchungen der Körperlänge und Wachstumsgeschwindigkeit sowie verschiedenen laborchemischen Untersuchungen (Stimulationstests) gestellt.

 

Therapie 

     
Die Therapie des Wachstumshormonmangels erfolgt durch Gabe von gentechnologisch hergestelltem Wachstumshormon (hGH). Es wird nur soviel hGH verwendet, wie der Körper normalerweise selbst produzieren würde. Ein frühzeitiger Beginn der Therapie ist sehr wichtig, da die Ergebnisse der erreichten Endgrösse dann besser sind als bei späterem Beginn.

Die Therapie wird zunächst bis zum Wachstumsabschluss durchgeführt. Da Wachstumshormon eine Vielzahl von Stoffwechselfunktionen auch nach Abschluss des Längenwachstums wahrnimmt, kann eine Therapie nach der Kindheit angezeigt sein. Hierzu bedarf es einer eingehenden Untersuchung beim speziell dafür ausgebildeten Hormonspezialisten (Endokrinologen).